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P.M. Fragen & Antworten Was macht schneller betrunken - Sekt oder Wein?

P.M. Fragen & Antworten Sekt oder Wein betrunken
Was soll' sein, Sekt oder Wein?
© Rawpixel/Getty Images
Zu Silvester werden wieder Champagner und Sekt in Strömen fließen. Aber machen die Perl-Getränke schneller betrunken als Wein? P.M. Fragen & Antworten verrät es.

Sekt, Champagner und Prosecco gelten als echte Stimmungsdrinks: Hört man die Korken knallen,breitet sich alsbald die Sektlaune aus. Klarer Fall: Schaumweine sorgen schneller für einen"Schwips" als ein Glas Wein. Verantwortlich dafür ist die Kohlensäure. Vordergründig mag die Funktion der perlenden Bläschen zwar darin bestehen, die Aromadichte des Getränks zu erhöhen.

Durch die Hintertür erhöht das Geprickel aber auch den Alkoholgehalt im Blut. Nachweislichtreibt der Genuss von frisch perlendem Champagner diesen nach fünf Minuten auf 0,54 Promille. Bei einem Versuch mit derselben Champagnersorte rührten die Forscher zum Vergleich alle Kohlensäurebläschen heraus.Nach diesem Drink hatten die Probanden 0,39 Promille im Blut und fühlten sich entsprechend nüchterner.

Perlige Angelegenheit

Die Erklärung für das Phänomen ergibt sich aus der Art und Weise, wie der Körper Alkohol aufnimmt. Weil die Resorption im Wesentlichen über die Schleimhaut von Mund, Magen und Dünndarm läuft, beginnt sie mit dem ersten Schluck. Je stärker die Schleimhaut durchblutet ist,desto rascher geht das - und genau für diese gesteigerte Durchblutung sorgt die anregende Kohlensäure. Aus demselben Grund wirkt Kohlensäure auch nicht nur bei Schaumweinen als "Schwips-Verstärker", sondern bei alkoholischen Getränken generell. Wer aller Sektlaune zum Trotz die Contenance wahren will, sollte auf die richtige Grundlage achten: Fettes Essen im Magen verzögert die Alkoholaufnahme.

P.M. Fragen & Antworten Cover Dezember 2017
© P.M. Fragen & Antworten

Diese und über 60 weitere spannende Fragen finden Sie in P.M. Fragen & Antworten Ausgabe 12/17. 


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