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P.M. Fragen & Antworten: Gibt es wirklich unendlich viele verschiedene Formen von Schneeflocken?

Jede Schneeflocke ist einzigartig - so haben wir es in der Schule gelernt. Aber stimmt das wirklich? P.M. Fragen & Antworten verrät es.

P.M. Fragen Antworten Schnee

Jede Schneeflocke ist einmalig - oder doch nicht?

Eine Schneeflocke besteht aus etwa zehn Millionen winzig kleinen Eiskristallen: Die meisten haben zunächst die Form eines sechseckigen Prismas. Aber Temperatur, Feuchtigkeit, Wind und sogar die Beschaffenheit des elektrischen Feldes, das die Flocke auf ihrem Weg Richtung Erde durchquert, erzeugen am Ende viele unterschiedlichen Formen. So bilden sich auch einfachere und länglichere Flocken. Ist es sehr kalt, entstehen kompliziertere, flachere Gebilde wie zum Beispiel sechsarmige Sterne.

Die erstaunlichen kristallinen Strukturen der Flocken werden bereits seit dem 17. Jahrhundert von Forschern untersucht. Mitte des 20. Jahrhunderts differenzierte der Japaner Ukichiro Nakaya 41 verschiedene "morphologische Formen", seine Nachfolger erfassten bis 1966 bereits 80 verschiedene Schneeflocken-Typen. Und die Zahl der verschiedenen identifizierten Unterkategorien ist bis heute immer noch weiter angestiegen.

Von Möwen und Speerspitzen

Nach aktuellem Forschungsstand haben japanische Kristallografen vom Kitami Institute of Technology in Hokkaido ein Klassifizierungssystem erstellt. Danach gibt es nunmehr acht Kategorien für feste Niederschläge: Säulen, Kristalle, eine Kombination aus beiden, Anhäufungen von Schneekristallen, Graupelkristalle, Eiskeimkristalle und ungleichmäßige Partikel. Die Schneekristalle wurden in 35 verschiedene Typen mit Bezeichnungen wie "Skelettartiger Kristall", "Möwenartiger Kristall" oder "Speerspitzenartiger Kristall" klassifiziert. Diese sind dann noch einmal in 121 weitere Untertypen unterteilt.

Möglich wurde diese feine Differenzierung durch die Untersuchung des atomaren Aufbaus der Kristalle mittels Röntgenstrahlung.Angesichts der rasanten Entwicklung von Untersuchungsmöglichkeiten wird es aber vermutlich nicht lange bei den 121 bleiben.

P.M. Fragen & Antworten Cover Dezember 2017


Diese und über 60 weitere spannende Fragen finden Sie in P.M. Fragen & Antworten Ausgabe 12/17. 

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.