Betroffene erzählen Mama-Burnout: Der ganz normale Alltags-Wahnsinn oder doch mehr?

Stress mit den Kindern, auf der Arbeit: Manchmal ist einfach alles zu viel.
Stress mit den Kindern, auf der Arbeit: Manchmal ist einfach alles zu viel.
© stevanovicigor / iStock / Getty Images Plus
Drei Mütter erzählen von ihrem Burnout: von dem Punkt, an dem nichts mehr ging – und wie sie es dann doch schafften, wieder zurück in ein gutes Leben zu kommen.
Von Claudia Minner

Tanja 43: "Alles in mir bäumte sich auf gegen mein Leben als Mutter" 

Tanja Bräutigam, 43, Sporttherapeutin

Als sie zitternd zusammenbrach, hat sich Tanja Bräutigam eine Auszeit verordnet – ohne ihre Kinder. Mittlerweile hat sie ihre depressiven Phasen über- wunden und kann ihren Alltag wieder genießen. In ihrem Buch "5 Wochen Rabenmutter – Wie ich nach dem Burnout wieder Kraft für mich und meine Familie fand" (Eden Books, 14,95 Euro) erzählt Tanja ihre Geschichte noch einmal ausführlich und macht betroffenen Müttern Mut, dass es nach dem Burnout auch wieder aufwärts geht.

Ich WILL nicht mehr! Das war das einzige, was ich noch denken konnte, als ich im Sommer 2012 einen Nervenzusammenbruch hatte. Meine Tochter Rosa* war damals viereinhalb, mein Sohn Ben* anderthalb, sie saßen hinten im Auto, ich hatte es gerade geparkt, als ich über dem Steuer zusammensackte und in Tränen ausbrach. Mein Herz raste, ich zitterte. Im Kopf nur dieser eine verzweifelte Gedanke: Ich will nicht mehr! Als ob sich alles in mir aufbäumte gegen ein Leben, das ich mir ganz anders vorgestellt hatte. Gegen mein Leben als Mama.

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