Soziale Isolation Wie sich unsere Freundschaften durch die Coronakrise verändern

Freundschaften in Coronzeiten
Freundschaften in Coronzeiten
© seb_ra / Getty Images
Wir alle müssen uns sozial distanzieren, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das hat Auswirkungen auf Freundschaften. Janosch Schobin untersucht Freundschaften wissenschaftlich. Ein Gespräch über Einsamkeit und besonders enge Freunde in Krisenzeiten.
Von Katharina Grimm

Herr Schobin, die Coronakrise zwingt uns alle zum Abstand halten. Was macht das mit Menschen?

Prinzipiell wirkt sich soziale Isolation negativ auf die Psyche und die Gesundheit einer Person aus. Wie schwer die Auswirkungen sind, hängt aber von der Dosierung und der konkreten Art der sozialen Isolation ab. Im Falle nahezu totaler, fremdbestimmter sozialer Isolation, reichen bereits wenige Tage, um schwerste psychologische und physiologische Symptome bei den meisten Menschen hervorzurufen. In Isolationshaft etwa kommt es zu unkontrollierbaren Gewaltphantasien, Wahnvorstellungen und Panikattacken. Im Rahmen der aktuellen Social-Distancing-Maßnahmen ist die soziale Isolation jedoch für die meisten Menschen nicht derart intensiv.

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