Amoklauf in Heidelberg Simon sagt, er war froh, dass der Professor weiter geredet hat. Das habe abgelenkt

Gedenken in Heidelberg
Gedenken in Heidelberg
© Uwe Anspach / DPA
Das, was hier passiert ist, fühlt sich surreal an: Während der Prof spricht, erfahren die Physikstudierenden, dass in der Nähe geschossen wird. Aber viel mehr auch nicht. Ortstermin im Botanischen Garten der Uni Heidelberg.
Von Sarah Bioly, Heidelberg

Im Morgennebel flackern Kerzen in einer kalten Brise, viele sind bereits erloschen.  

Eine Frau hockt vor dem Ort des Gedenkens, mit den Händen schützt sie die Flamme eines Teelichts. Zwischen den Gebäuden 306 und 227 auf dem Campus im Neuenheimer Feld reihen sich Lichter an Lichter. Studierende halten hier an, umarmen sich, manchen laufen Tränen über die Wangen. Die Bestürzung über das, was am Montag hier passiert ist, ist groß. Viele sind noch nicht bereit darüber zu sprechen, anderen fällt es leichter. Sie waren nicht vor Ort und haben durch WhatsApp oder Freunde davon erfahren. Doch allen ist eines gemein: Das, was hier passiert ist, fühlt sich surreal an, unwirklich.  


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