Überdosis Morphin Der Patient stirbt. Die Krankenschwester steht vor Gericht. Was geschah in dieser Nacht?

Überdosis Morphin: Der Patient stirbt. Die Krankenschwester steht vor Gericht. Was geschah in dieser Nacht?
Mit einer Überdosis Morphin hatte eine Krankenschwester laut Anklage einen 55-jährigen Patienten getötet. Der Prozess vor dem Amtsgericht Lübeck endet mit Freispruch und wirft kein gutes Licht auf die Staatsanwaltschaft. 

Es stand schlecht um Andreas C. Der Pflegedienst hatte den 55-Jährigen  drei Tage vor Weihnachten bewusstlos in seiner Wohnung gefunden. Die legale Droge Alkohol, von der er seit Jahren abhängig war, hatte sein Hirn geschädigt und epileptische Anfälle ausgelöst. Andreas C. war reanimiert und in die Universitätsklinik Lübeck gebracht worden. Doch es ging bei ihm, wie sich der Stationsarzt vor Gericht erinnert, "nicht mehr um Heilung, sondern nur noch um Linderung". Andreas C. war "ein sterbender Patient". Von seinem Betreuer wussten Ärzte und das Pflegepersonal, dass er sich keine lebensverlängernden Maßnahmen wünschte. So hatten sie es in der Krankenakte notiert.

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