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Nahe Ferguson Proteste nach tödlichen Schüssen auf schwarzen Jugendlichen


Erneut ist in den USA ein schwarzer Teenager durch Polizeischüsse getötet worden. Der Vorfall ereignete sich nahe Ferguson. An der Unglücksstelle gibt es Proteste.

Unweit der US-Stadt Ferguson im Bundesstaat Missouri hat ein Polizist laut Medien einen schwarzen Jugendlichen erschossen. Die Zeitung "St. Louis Post-Dispatch" sprach von einem schwarzen 18-Jährigen namens Antonio Martin.

Bei einer Routinekontrolle seien Polizeibeamte auf zwei Männer gestoßen, von denen einer eine Waffe auf die Polizisten gerichtet habe. Der Mann habe eine Pistole auf den Polizisten gerichtet. "Um sein Leben fürchtend hat der Polizist mehrere Schüsse abgegeben, die Person getroffen und tödlich verletzt." Ein zweiter Mann sei geflohen. Örtlichen Medien zufolge ist der Tote 18 Jahre alt.

Die "St. Louis Post-Dispatch" berichtet weiter, dass sich etwa 60 Personen an der Tankstelle versammelten. Mindestens drei seien verhaftet worden. Bildern zufolge war die Lage angespannt. Rauch war zu sehen und lautes Knallen zu hören. Unklar war jedoch, ob dies von den Umstehenden stammte oder von der Polizei.

Demonstranten werfen Feuerwerkskörper in Tankstelle

In Ferguson war der unbewaffnete Schwarze Michael Brown im August durch die Schüsse eines Polizisten gestorben. Seitdem kam es in den USA wiederholt zu heftigen Protesten gegen Polizeigewalt.

Die Mutter von Antonio Martin am Tatort

nik/feh/DPA DPA

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