Blaulicht an, auch ohne Einsatz: Die Polizei in Hamburg setzt als erste Polizei deutschlandweit auf ein Dauer-Blaulicht an ihren Streifenwagen. Die Ordnungshüter im Südwesten sehen für die Anschaffung eines sogenannten „Polizeilichen Präsenzlichts“ derzeit allerdings keinen Bedarf. „Die Einführung der „Police Cruise Lights“ ist daher bislang nicht geplant“, betonte ein Sprecher des Innenministeriums auf Nachfrage. Die Polizei werde das Thema und aber weiter genau beobachten.
Nach Ansicht des Ministeriums sind Streifenwagen im Südwesten bereits heute kaum zu übersehen. Von einem „sehr hohen Maß an Erkennbarkeit“ ist die Rede. Dafür sorgten unter anderem reflektierende Konturmarkierungen an den Fahrzeugseiten und am Heck. Die Polizei Baden-Württemberg habe zudem eine gelbe-fluoreszierende Folienbeklebung entwickelt, die die Sichtbarkeit von Funkstreifenwagen vor allem auf Autobahnen steigern soll.
Auch im Ausland
Das sogenannte Polizeiliche Präsenzlicht unterscheidet sich deutlich vom klassischen Blaulicht: Statt grell zu blinken, leuchtet ein blaues LED-Licht dauerhaft und mit geringerer Intensität im Lichtbalken des Funkstreifenwagens. Für Verkehrsteilnehmer hat das keine rechtlichen Folgen. Anders als bei einem Einsatz mit Blaulicht und Martinshorn muss niemand Platz machen oder sein Fahrverhalten anpassen.
In der Hansestadt werden alle „Peterwagen“ sukzessive umgerüstet. „Ziel ist es, die Wahrnehmbarkeit und Visibilität der Streifenwagen in Hamburg nachhaltig zu erhöhen und so die subjektive Sicherheit der Menschen in der Stadt gezielt zu stärken“, teilt die Hamburger Polizei vor kurzem mit. Damit folge Hamburg unter anderem dem Beispiel von Frankreich, Spanien und den Vereinigten Staaten. Dort gehören sogenannte „Police Cruise Lights“ längst zum Alltag vieler Polizeistreifen.