Die baden-württembergischen Maschinenbauer schöpfen etwas Hoffnung. Eine erfreuliche Entwicklung sei, dass sich relevante Absatzmärkte in den Euro-Ländern weiter erholten, teilte der Geschäftsführer des regionalen Ablegers des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), Dietrich Birk, in Stuttgart mit. "Auch im Inlandsgeschäft hat sich das Volumen der Neubestellungen bei den Maschinenbauern im Südwesten stabilisieren können."
Im Dezember gingen die Auftragseingänge bereinigt um Preissteigerungen 3 Prozent zurück. Während die Bestellungen im Inland mit einem Plus von 16 Prozent erneut zulegen konnten, verzeichneten die Auslandsmärkte einen Rückgang um 10 Prozent. Im Euro-Raum legte die Nachfrage um 6 Prozent zu, außerhalb betrug der Rückgang 16 Prozent.
"Vor allem die globalen Unsicherheiten infolge der weiterhin unberechenbaren US-Zollpolitik, die stark zunehmende Wettbewerbsposition Chinas im weltweiten Handel sowie die anhaltenden geopolitischen Krisen spiegeln sich im Rückgang auf den Absatzmärkten außerhalb des Euro-Raums wider."
VDMA fordert bessere Standortbedingungen
Im vergangenen Jahr schloss die Branche preisbereinigt mit einem Minus von real 2 Prozent ab. Während sich die Aufträge aus dem Euro-Raum um 9 Prozent verbesserten, gingen die Bestellungen aus dem Nicht-Euro-Ausland um 9 Prozent zurück. Der Inlandsmarkt stabilisierte sich auf niedrigem Niveau mit einem Plus von 3 Prozent.
Geschäftsführer Birk sagte, für eine kontinuierliche Erholung benötige man jedoch wettbewerbsfähigere Standortbedingungen, um die Investitionsbereitschaft weiter anzukurbeln. Der industrielle Mittelstand erwarte von der Bundesregierung im neuen Jahr eine echte Reformbereitschaft statt bloßer Ankündigungen.
Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine der Schlüsselbranchen im Land. Sie zählte im Jahr 2024 331.500 Beschäftigte in über 1.500 Unternehmen.
VDMA Baden-Württemberg