Weil er für Fahrschüler theoretische Führerscheinprüfungen absolviert haben soll, steht ein 31-Jähriger von Mittwoch (9.00 Uhr) an vor dem Landgericht Heilbronn. Der Mann soll als Teil einer Heilbronner Bande vor allem in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen selbst Führerscheinprüfungen übernommen oder Stellvertreter für Fahrschüler organisiert haben. Dafür soll er laut Anklage rund 12.000 Euro an Provisionen erhalten haben.
Der Mann ist unter anderem wegen gewerbsmäßiger Fälschung beweiserheblicher Daten angeklagt. Ihm werden 31 Taten im Zeitraum von Februar 2024 bis Juni 2025 vorgeworfen. Der Mann soll sich laut Gericht mit den Taten unter anderem in Heidelberg, Göppingen, Bochum und Bonn seinen Lebensunterhalt finanziert haben. Ihm drohen schon allein für den Vorwurf der gewerbsmäßigen Fälschung bis zu zehn Jahre Haft.
Der Mann sitzt laut Gericht in Untersuchungshaft. In einem weiteren Verfahren gegen fünf andere Mitglieder der Bande aus Heilbronn müsse das Gericht noch über die Zulassung der Anklage entscheiden, hieß es.
In dem umfangreichen Verfahren sind laut Gericht 20 Zeuginnen und Zeugen geladen. Es sind sieben weitere Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte am 31. März verkündet werden.