Verfolgungsfahrt Verdächtige nach Schüssen auf SEK in U-Haft

Der Fahrer der Fluchtautos und sein Beifahrer sitzen laut Polizei in Untersuchungshaft. Foto: Marius Bulling/onw-images/dpa
Der Fahrer der Fluchtautos und sein Beifahrer sitzen laut Polizei in Untersuchungshaft. Foto
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Versuchter Totschlag und Beihilfe dazu lauten die Vorwürfe gegen die beiden Männer. Die Ermittlungen zu der filmreifen Verfolgungsjagd gehen auch am Donnerstag noch weiter.

Nach den Schüssen auf ein Polizei-Spezialeinsatzkommando (SEK) während einer Verfolgungsfahrt sitzen zwei Verdächtige in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Ansbach habe Haftbefehle gegen die beiden Männer erlassen, teilte die Polizei mit. Dem 24-jährigen Beifahrer und mutmaßlichen Schützen werde versuchter Totschlag vorgeworfen, dem 23-jährigen Fahrer Beihilfe zum versuchten Totschlag. 

Das Spezialeinsatzkommando (SEK) wollte nach Polizeiangaben am Dienstagabend in Absberg im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen drei Männer in einer Wohnung festnehmen. Es gab demnach Hinweise darauf, dass sie illegal Waffen besitzen. Einen 30-Jährigen konnten sie vorläufig festnehmen, die 23- und 24-Jährigen rasten mit einem Auto davon. 

Das SEK verfolgte die beiden Verdächtigen über eine Strecke von rund 20 Kilometern, bis deren Wagen mit einem anderen Auto zusammenstieß. Der Beifahrer schoss nach ersten Erkenntnissen drei- bis fünfmal aus dem Auto mit niederländischer Zulassung. Mindestens ein Schuss traf ein Polizeifahrzeug. Am Vormittag wollte die Polizei die Fluchtstrecke absuchen, vor allem nach den Patronenhülsen. 

Die Verdächtigen sind nach Polizeiangaben türkischer Herkunft. Der 30-Jährige befindet sich inzwischen wieder auf freiem Fuß. Zu den Hintergründen des SEK-Einsatzes will die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst keine Angaben machen.

dpa

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