2. Bundesliga Aufstiegshoffnung schwindet: Hertha nur 2:2 gegen Darmstadt

Die Berliner konnten früh jubeln. Foto: Andreas Gora/dpa
Die Berliner konnten früh jubeln. Foto
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Zwischen Fans und Polizei bleibt es am Olympiastadion ruhig. Doch auf dem Feld verspielen die Hertha-Profis einmal mehr den Sieg.

Hertha BSC hat im ersten Heimspiel nach der Eskalation zwischen Polizei und Fans einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Aufstieg einstecken müssen. Der Berliner Zweitligist verspielte eine 2:0-Führung und kam gegen Konkurrent SV Darmstadt 98 im Olympiastadion nur zu einem 2:2 (2:1). Die Hertha, die nach einem Platzverweis für Stürmer Dawid Kownacki ab der 70. Minute in Unterzahl spielte, wartet seit sechs Spielen auf einen Sieg. 

Vor 35.756 Zuschauern und Zuschauerinnen brachte Kapitän Fabian Reese (2. Minute) die Berliner früh in Führung, Julian Eitschberger erhöhte (15.). Per Foulelfmeter (39.) sorgte Fraser Hornby noch vor dem Wechsel für den Anschlusstreffer, ehe der Stürmer dann ausglich (62.).

Der Rückstand der Hertha auf Relegationsrang drei liegt nun schon bei sieben Zählern. Die formstarken Darmstädter unter Florian Kohfeldt bleiben in der Liga dagegen seit Ende Oktober ungeschlagen und liegen weiter aussichtsreich im Rennen um den Aufstieg, auch wenn sie den Sprung an die Spitze verpassten. Beim Einlass der Berliner Anhänger kam es dieses Mal nicht zu Zwischenfällen. 

Hertha beginnt stark

Vor allem wegen mangelnder Chancenverwertung hatte es für die Berliner gegen Schalke und den KSC nur Unentschieden gegeben, davor schon in Fürth und gegen Bielefeld. Gegen die Hessen nutzte Hertha dann schon die erste Gelegenheit. Marten Winkler setzte sich auf dem linken Flügel schön durch und flankte punktgenau auf den völlig frei stehenden Reese, der den Ball per Volley ins Tor wuchtete.

Hellwach blieben die Hausherren und kamen schnell noch zu weiteren Chancen. Eitschberger gewann erst einen Ball mit hohem Pressing, ließ seinen Gegenspieler mit einer Finte vorbeirutschen und verwandelte zu seinem ersten Profi-Tor für Hertha. In der 29. Minute verpasste Michaël Cuisance nach einem Abpraller nur knapp das 3:0. Doch ein Foul von Pascal Klemens brachte die Gäste zurück ins Spiel. Hornby verwandelte den fälligen Elfmeter ohne Probleme (39.) und glich nach dem Wechsel aus kurzer Distanz aus (62.).

Dawid Kownacki sah in der 70. Minute nach einem Foulspiel die Rote Karte - eine harte Entscheidung. Die immer stärker werdenden Gäste drückten jetzt sogar auf den Siegtreffer. Isac Lidberg köpfte aus kurzer Distanz den Ball an die Latte des Berliner Tores (77.). Doch Hertha konnte wenigstens den einen Punkt bis zum Schlusspfiff verteidigen.

Immerhin hielten sich die Emotionen abseits des Rasens vor den Augen von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) diesmal in Grenzen. Vor zwei Wochen war es beim Spiel gegen Schalke im Olympiastadion zu Zusammenstößen von Hertha-Fans und der Polizei gekommen. "Wir sind absolut defensiv im Bereich der Ostkurve", sagte Polizeisprecher Florian Nath über die Taktik der Kräfte im Bereich der Hertha-Fans. Die protestierten mit Bannern und kurz auch beleidigenden Gesängen.

dpa