Fußball
Drittliga-Aufstieg: NOFV-Clubs tendieren zu Kompass-Modell

Hermann Winkler, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), lobt die Einigkeit zwischen Verband und den Vereinen be
Hermann Winkler, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), lobt die Einigkeit zwischen Verband und den Vereinen bei der Aufstiegsreform. (Archivbild) Foto
© Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Die fünf Regionalligen sollen zukünftig auf vier Staffeln reduziert werden, damit alle Meister direkt aufsteigen. Bei der Aufteilung der Ligen gibt es zwei Modelle.

In der Diskussion über die zukünftige Aufstiegsregelung und der Aufteilung in den Fußball-Regionalligen tendieren die Vereine im Nordosten zu einem Kompassmodell. Das war das Ergebnis eines zweieinhalbstündigen Treffens der NOFV-Vereine in Peißen.

"Wichtig war mir vor allem die Einigkeit im Nordosten zwischen Verband und Vereinen, dass wir weiter an der Verwirklichung "Meister müssen aufsteigen" arbeiten. Es war eine Informationsveranstaltung über die Ergebnisse der Arbeitsgruppe, die für die Regionalligisten, aber auch für die Drittligisten und Oberligisten wichtig ist", sagte Hermann Winkler als Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes der Deutschen Presse-Agentur. 

Offene Fragen gemeinsam mit DFB klären

Dabei machte Winkler deutlich, dass "es eine klare Tendenz für die Ablehnung des Regionen-Modells gibt. Die offenen Fragen zum Kompass-Modell müssen nun schnell durch alle Beteiligten gemeinsam mit dem DFB und den anderen Regionalliga-Trägern geklärt werden", sagte Winkler. Da geht es um Themen wie Sportgerichtsbarkeit, Schiedsrichteransetzungen sowie Zulassungskriterien der Stadien. 

Auch wenn am Montagabend in Peißen Vertreter von 2. Bundesliga bis Oberliga geschlossen bei der Veranstaltung vor Ort waren, abgestimmt wurde noch nicht. Das soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Die neue Struktur soll ab der Saison 2027/28 greifen.

 

Eine 13-köpfige Arbeitsgruppe Regionalliga-Reform hatte sich Ende März einstimmig für eine viergleisige Regionalliga ausgesprochen, damit künftig alle Regionalliga-Meister in die 3. Liga aufsteigen können. Bei den erarbeiteten zwei Lösungsvorschlägen war eines das von vielen Clubs bevorzugte Kompass-Modell. Hierbei würden die vier Staffeln in jeder Saison aus allen Regionalligisten im Grunde anhand der Entfernungen gebildet werden. Das zweite Modell nennt sich Regionen-Modell. Hierbei würden aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Staffeln gebildet werden. Die Regionalligen West und Südwest würden in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben.

dpa