Der SC Magdeburg hat ein Riesenschritt Richtung Meisterschaft in der Handball-Bundesliga gemacht. Magdeburg gewann in der heimischen ausverkauften Getec-Arena das Spitzenspiel gegen den direkten Verfolger Füchse Berlin mit 35:33 (15:15). Das Team von Trainer Bennet Wiegert hat nun sieben Punkte Vorsprung vor der SG Flensburg Handewitt, die Füchse rutschten auf Platz drei ab. Bester Magdeburger Werfer war Magnus Saugstrup mit neun Treffern, bei den Füchsen war Welthandballer Mathias Gidsel mit elf Toren am erfolgreichsten.
Der Titelverteidiger aus der Hauptstadt erwischte den besseren Start und ging durch drei Gidsel-Tore schnell mit 3:1 in Führung. Die war zwar mit der ersten Zeitstrafe rasch wieder weg, doch die Füchse ließen den Ball schnell laufen und fanden so immer wieder Lösungen. Magdeburg nutzte auf der anderen Seite immer wieder seine Vorteile im Eins gegen Eins.
Magdeburg stärker im Schlussspurt
Dass die Berliner in der ersten Hälfte aber trotzdem fast immer in Führung lagen, lag an Keeper Dejan Milosavljev. Der 30-jährige Serbe zeigte nicht nur starke Paraden, sondern erwies sich als Siebenmeterschreck für die Magdeburger. Von sieben Strafwürfen parierte er fünf – und das gegen fünf verschiedene Schützen. Dank guter Defensivarbeit schaffte Magdeburg kurz vor der Pause aber wieder den Ausgleich.
Doch die Füchse kamen wieder besser aus der Kabine und konnten sich erstmalig mit drei Toren leicht absetzen (19:16). Anschließend wurde es hitziger und davon profitierten die Gastgeber. Gut zehn Minuten vor Ende hatte Magdeburg die Partie gedreht (28:26). Und trotz einer Roten Karte gegen Matthias Musche (52. Minute) brachten sie dank der Paraden vom Keeper Matej Mandic den Sieg ins Ziel.