Wismarbucht
Wal soll am Sonntag Richtung tiefes Wasser gestupst werden

Fachleute planen eine sanfte Rettung für den Buckelwal bei Wismar. Foto: Ferdinand Merzbach/NEWS5/dpa
Fachleute planen eine sanfte Rettung für den Buckelwal bei Wismar. Foto
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Der gestrandete Buckelwal in der Wismarbucht soll mit sanften Mitteln Richtung tieferes Wasser bewegt werden. Fachleute hoffen aber, dass das Tier vorher die Nacht für eine eigene Rettung nutzt.

Nach der erneuten Strandung des Buckelwals an der Ostsee könnte es am Sonntag neue Rettungsversuche geben. "Sollte das Tier sich bis morgen nicht befreit haben, werden die Fachleute vor Ort versuchen, den Wal sanft anzustupsen und in Richtung tieferes Wasser zu bewegen", teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit. Ganz in der Nähe des Wales gebe es eine tiefere Rinne, es sei möglich, dass der Wal sich selbsttätig dorthin bewege. "Dafür wollen wir ihm die Nacht über Zeit lassen."

Der Buckelwal war zwar in der Nacht zum Freitag von einer Sandbank bei Timmendorfer Strand losgekommen, strandete aber erneut und liegt nun auf einer Sandbank in der Wismarbucht. Backhaus rief dazu auf, den Wal in Ruhe zu lassen. Die Wasserschutzpolizei werde verhindern, dass sich Unbefugte dem Tier nähern. "Ich bitte erneut darum, solche Versuche zu unterlassen und den Wal mit mindestens 500 Metern Abstand zu passieren."

dpa