Bei einem vierjährigen Kind aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist Tuberkulose (Tbc) festgestellt worden. Kinder und Mitarbeiter der Kindertagesstätte in Senftenberg, die das Kind besuche, würden in dieser Woche vorsorglich getestet, teilte der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit. Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird.
Der Ausbruch der Erkrankung sei zwar ernst zu nehmen, die Ansteckungsgefahr jedoch deutlich geringer als bei Erkältungskrankheiten, so das Gesundheitsamt. Kinder in diesem Alter seien in der Regel nicht hochansteckend für andere. Eltern und Sorgeberechtigte seien zur Besonnenheit aufgerufen. Aktuell bestehe aber kein Grund zur Sorge.
Die Eltern des erkrankten Kindes wurden bereits getestet - das Ergebnis ist laut Gesundheitsamt negativ. Sie befinden sich in ärztlicher Behandlung und unter Beobachtung. Bisher gebe es keine Hinweise auf weitere Erkrankungen im Umfeld des Kindes.
Tuberkulose, die meist die Lunge befällt, wird häufig von Mensch zu Mensch durch Einatmen von infektiösen Tröpfchen übertragen. Es kommt dabei aber auf Enge und Dauer des Kontakts an. Ohne Behandlung stirbt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation etwa die Hälfte der Infizierten. Mit einer vier- bis sechsmonatigen Behandlung können rund 85 Prozent der Menschen geheilt werden.