Auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle hat ein Autofahrer in Berlin-Pankow einen Polizisten angefahren. Dabei löste sich nach Angaben der Polizei ein Schuss aus der Dienstwaffe des Beamten.
Der Fahrer war zuvor im Spandauer Ortsteil Haselhorst aufgefallen. Wie sich herausstellte, war das an seinem Wagen angebrachte Kennzeichen als gestohlen gemeldet. Mit Verstärkung stoppten die Beamten den Mann auf der Schönhauser Straße in Pankow, doch er hielt nur kurz an und floh.
Eine 47-jährige Zeugin versperrte ihm wenig später mit ihrem Wagen den Weg. Der 35 Jahre alte Beifahrer des Mannes wollte den Angaben nach zu Fuß fliehen. Ein Polizist setzte Reizstoff ein und nahm ihn fest.
Fahrer flieht erneut
Mit der Dienstwaffe in der Hand habe ein anderer Polizist versucht, die Fahrertür zu öffnen. Doch der Fahrer beschleunigte erneut. „Dabei traf er mit dem Fahrzeugheck den Polizisten, wobei sich ein Schuss aus der Dienstwaffe löste“, erklärte die Polizei. Der Fahrer rammte mehrere Fahrzeuge und floh. Ob der Polizist absichtlich abdrückte oder der Schuss sich versehentlich löste, werde noch geprüft, sagte ein Polizeisprecher.
Der verletzte Polizist wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. Gegen den weiterhin flüchtigen Fahrer wird unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, illegalen Kraftfahrzeugrennens, Diebstahls, Urkundenfälschung und Verkehrsunfallflucht ermittelt.