Tiere
Weitere Fälle der Newcastle-Krankheit in Brandenburg

Die Betriebe halten 360.000 beziehungsweise 70.000 Tiere. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Die Betriebe halten 360.000 beziehungsweise 70.000 Tiere. (Symbolbild) Foto
© Julian Stratenschulte/dpa
In zwei Hähnchenmastbetrieben in den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree ist die Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Hunderttausende Tiere müssen getötet werden.

Die für Vögel hoch ansteckende Newcastle-Krankheit ist in zwei weiteren Mastbetrieben in Brandenburg ausgebrochen. Betroffen sind zwei Masthähnchenbetriebe: in Storkow mit rund 360.000 Tieren und in Lindendorf mit etwa 70.000 Tieren, wie die Landkreise Oder-Spree und Märkisch-Oderland mitteilten. Zuletzt wurden immer wieder Fälle der Krankheit in Brandenburger Landkreisen bekannt.

Im Landkreis Märkisch-Oderland ist es demnach der erste Fall der Newcastle-Krankheit. Die 70.000 Tiere des Betriebs müssen laut Landkreis gekeult werden. Wie genau die Seuche in dem Betrieb ausbrechen konnte, wird laut Landkreis ermittelt. Die Krankheit wird den Angaben zufolge etwa über die Luft, kontaminierte Materialien oder über Anhaftungen an Schuhwerk, Kleidung oder Maschinen übertragen.

Krankheit für Menschen in der Regel ungefährlich

Erst vor wenigen Tagen war im Landkreis Oder-Spree ein Ausbruch der Newcastle-Krankheit gemeldet worden - und nun ein erneuter Fall in Storkow. In dem Betrieb traten demnach ungewöhnlich hohe Verluste auf, eine Probe im Labor bestätigte die Newcastle-Krankheit. Die 360.000 Tiere müssen laut Veterinäramt gekeult werden. Der Landkreis richtete um den Betrieb eine Schutzzone ein, in dem für andere Geflügelhalter besondere Auflagen gelten.

Für Menschen ist die Newcastle-Krankheit, die wegen ähnlicher Symptome auch "atypische Geflügelpest" genannt wird, in der Regel ungefährlich. Bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren kann es zu Bindehautentzündungen kommen. Fast alle Vogelarten können infiziert werden. In Deutschland wird das Virus vor allem bei wildlebenden Tauben nachgewiesen.

dpa