Zwei Satzbälle zum Glück konnten die BR Volleys nicht verwandeln – nun droht dem deutschen Volleyball-Meister sogar das Aus in der Champions League. "Ich denke, wir geben das Match im zweiten Satz aus der Hand. Wir verspielen eine Führung und lassen Las Palmas in das Match kommen", sagte Moritz Reichert nach der 1:3 gegen Guaguas Las Palmas am vorletzten Spieltag im Pool C.
Anstatt mit einem möglichen zweiten Satz- und dem damit verbundenen Punktgewinn vorzeitig die Teilnahme an den Playoffs klarzumachen, droht den Berliner nun sogar der Absturz in den zweitklassigen CEV-Pokal.
Nach einem souverän gewonnenen ersten Satz lag das Team von Volleys-Trainer Alexandre Leal auch im zweiten Durchgang auf Playoff-Kurs, ehe die Gastgeber beim 18:17 erstmals in Führung gingen und ihrerseits ihre letzte Chance auf den zweiten Gruppenplatz suchten. Mit 28:30 verloren die Volleys unglücklich und konnten zwei Satzbälle nicht nutzen, die den nötigen Punkt für den zweiten Platz hinter dem bereits als Gruppensieger feststehenden Team Sir Sicoma Monini Perugia bedeutet hätten.
Nun stehen die Berliner gegen den Titelverteidiger aus Italien am kommenden Mittwoch vor einem nicht gewollten Endspiel. Das mit Starspielern gespickte Team ist bis auf den 3:2-Sieg gegen Las Palmas verlustpunktfrei durch die Gruppenphase gezogen.
BR Volleys unter Druck
Las Palmas dagegen tritt beim abgeschlagenen Tabellenletzten in Prag an. Sollten die Spanier mit 3:0 oder 3:1 gewinnen und Berlin keinen Punkt gegen den scheinbar übermächtigen Gegner holen, müssten die Berliner (acht Punkte) hoffen, als bester Gruppendritter in die Playoffs einzuziehen.
Doch in der Gruppe E kann Montpellier (derzeit sieben Punkte) am letzten Spieltag mit einem Erfolg beim noch sieglosen Letzten Haasrode Leuven aus Belgien an den Berlinern vorbeiziehen. In diesem Fall würde die internationale Reise für die BR Volleys im zweitklassigen CEV-Pokal weitergehen.