Wahlen
Mehr Wahllokale bei Wahl zum Abgeordnetenhaus

Stephan Bröchler ist seit 2022 Landeswahlleiter in Berlin. Foto: Elisa Schu/dpa
Stephan Bröchler ist seit 2022 Landeswahlleiter in Berlin. Foto
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Mehr Wahllokale, mehr Kabinen, mehr Wahlhelfer: Berlin will bei der Wahl im September auf Nummer sicher gehen. Was sich noch ändert.

Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und den Bezirksparlamenten am 20. September sollen mehr Wahllokale und mehr Wahlkabinen als zuletzt zur Verfügung stehen. Auch mehr Wahlhelfer sind vorgesehen. Das kündigte Landeswahlleiter Stephan Bröchler an.

Demnach plant die Landeswahlleitung mit etwa 2.500 Urnenwahllokalen, ein Zehntel mehr als bei der Wiederholungswahl 2023. Hinzu kommen Briefwahllokale, deren Zahl noch nicht feststeht. Jedes Urnenwahllokal soll mit vier bis sechs Wahlkabinen ausgestattet sein. Bis zu 40.000 Wahlhelfer werden im Einsatz sein, rund 5.000 mehr als zuletzt.

Unbekannte Größe Volksentscheide

Eine hohe Zahl von Urnenwahllokalen, Kabinen und Helfern ist nach den Worten Bröchlers wichtig, um Schlangen wartender Menschen wie bei der fehlerbehafteten Wahl 2021 zu vermeiden, die 2023 komplett wiederholt werden musste. Hinzu komme, dass die Wähler am 20. September womöglich nicht nur über Abgeordnetenhaus und die Bezirksparlamente abstimmen könnten, sondern auch über bis zu zwei Volksentscheide. Das würde den Wahlvorgang verlängern.

Ob die Volksentscheide tatsächlich stattfinden, steht im Moment noch nicht fest. Die Unterschriftensammlungen zu den Volksbegehren "Berlin autofrei" und "Berlin werbefrei" laufen noch bis Mai.

Mehr Wahlberechtigte

Die Zahl der Wahlberechtigten für die Wahl zum Abgeordnetenhaus bezifferte Bröchler auf etwa 2,5 Millionen. 2023 waren es 2,43 Millionen. Erstmals können bei der Wahl 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Neu ist, dass Erst- und Zweitstimmen auf einem Stimmzettel abgegeben werden können. Bisher gab es in Berlin dafür zwei Stimmzettel.

Internetangebot des Landeswahlleiters

dpa