Noch hat sich der Trainerwechsel bei Holstein Kiel nicht ausgezahlt. Auch im dritten Spiel nach der Rückkehr von Tim Walter gab es keinen Sieg. Das 2:3 (2:2) gegen den 1. FC Nürnberg war dem Spielverlauf nach sogar eine der bittersten Niederlagen dieser Saison für den Tabellenvorletzten.
Walter selbst verbreitet allerdings weiter Zuversicht und Überzeugung. "Nach dem Spiel bin ich noch viel optimistischer, als ich es schon davor war", sagte der 50-Jährige. "Es hat keiner gesagt, dass es leicht wird. Die Köpfe müssen oben bleiben." Aber: "Die Jungs hören zu, die Jungs wollen. Das wird uns letzten Endes halten und helfen."
Zustimmung bekam er auch von seinem Nürnberger Trainerkollegen Miroslav Klose: "Kompliment, Tim. Das möchte ich wirklich hier loswerden", sagte der Weltmeister von 2014. "Ich finde, ihr habt eine richtig gute Mannschaft. Die spielt einen fantastischen Fußball, den ich sehr mag. Bleibt auf eurem Weg!"
Kieler holen 0:2-Rückstand auf
Vor 13.812 Zuschauern brachten die Kieler Kloses Teams in große Schwierigkeiten. Einen 0:2-Rückstand durch zwei Tore von Julian Justvan (14./22.) holte der Bundesliga-Absteiger noch vor der Pause durch Adrian Kapralik (29.) und Kasper Davidsen (45.+8) wieder auf. In der zweiten Halbzeit spielten fast nur noch die "Störche" - doch das entscheidende Tor schoss der FCN: Mohamed Ali Zoma traf in der 72. Minute.
"Ich darf das Schimpfwort nicht in den Mund nehmen. Darum sage ich es auch nicht. Aber es ist extrem ...", sagte Walter beim Py-TV-Sender Sky. "Man sieht, woran es hapert: an den Basics in der eigenen und in der anderen Box. Da können wir definitiv zielbewusster und kompromissloser sein."
Seit acht Zweitliga-Spielen sind die Kieler mittlerweile sieglos. Sechs Niederlagen gab es in dieser Zeit. Nächster Gegner ist am kommenden Sonntag der VfL Bochum. Nach der darauffolgenden Länderspiel-Pause geht es in die letzten sieben Spiele der regulären Saison - mit den direkten Abstiegskampf-Duellen gegen Preußen Münster, Eintracht Braunschweig, 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden. "Wir müssen uns das Selbstvertrauen durch Erfolgserlebnisse erarbeiten", sagte der Schwede Alexander Bernhardsson.