50 Jahre nach der schweren Sturmflut vom 3. Januar 1976 hat Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) angesichts des steigenden Meeresspiegels die Bedeutung des Küstenschutzes betont. Damals brachen unter anderem die Deiche in Christianskoog (Kreis Dithmarschen) und der Haseldorfer Marsch (Kreis Pinneberg).
"Katastrophen wie die Sturmflut im Jahr 1976 zeigen uns immer wieder, wie wichtig Solidarität und Mitmenschlichkeit sind", teilte Goldschmidt zu einer Veranstaltung in Meldorf (Kreis Dithmarschen) mit, bei der das Land gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Kommunen, Katastrophenschutz sowie Zeitzeugen an die verheerende Flut erinnerte. "Ohne das Engagement füreinander, ohne Hilfe, Kraft und Ausdauer lassen sich Sturmfluten und deren Folgen nicht bewältigen. Das hat damals vorbildlich funktioniert", so Goldschmidt.
Damals brachen nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) Deiche, die nach der Sturmflut von 1962 noch nicht verstärkt worden waren. Seitdem sei es an der Westküste und der Elbe zu keinen weiteren Deichbrüchen und vergleichbaren Sturmflutschäden mehr gekommen.
Die Erkenntnisse aus der Sturmflut vom 3. Januar 1976 flossen den Angaben zufolge unter anderem in die Fortschreibung des Generalplans Küstenschutz von 1977 ein. Heute arbeitet das Land nach Goldschmidts Angaben weiter daran, Deiche zu verstärken, Siele und Sperrwerke zu modernisieren und das Wattenmeer als natürlichen Puffer zu schützen. "Gerade jetzt, wo uns der Klimawandel vor bisher ungekannte Herausforderungen stellt, müssen wir neue Antworten finden und werden in unseren Anstrengungen für ein nachhaltiges Wassermanagement und den Schutz unserer Küsten nicht nachlassen."