Belohnung ausgesetzt
Polizistin bei Steinwurf auf Streifenwagen verletzt

Ein Pflasterstein ist in Kiel auf einen Polizeiwagen geworfen worden. (Symbolbild) Foto: Carsten Rehder/dpa
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Ein Stein durchschlägt in Kiel die Frontscheibe eines Streifenwagens und verletzt eine Polizistin. Die Staatsanwaltschaft sieht ein versuchtes Tötungsdelikt.

Ein gezielt auf einen Streifenwagen geworfener Pflasterstein hat in Kiel eine Polizistin verletzt. Das Wurfgeschoss aus einem Wohnhaus im Stadtteil Mettenhof durchschlug in der Nacht gegen 0.45 Uhr die Frontscheibe und traf die 25-Jährige an Hand und Sprunggelenk, wie die Polizei mitteilte. Ihr 59 Jahre alter Kollege blieb den Angaben zufolge unverletzt.

Die Staatsanwaltschaft stufte den Steinwurf als versuchtes Tötungsdelikt ein und setzte eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters führen.

Nach ersten Ermittlungen wurde der Stein von einem höhergelegenen Balkon des Mehrfamilienhauses geworfen. Es handele sich um ein 10 mal 20 mal 5 Zentimeter großes Bruchstück einer Gehwegplatte. 

Laut Polizei war der Streifenwagen kurz vor dem Steinwurf auf den Vorplatz des Mehrfamilienhauses am Kurt-Schumacher-Platz gefahren, weil die Beamten auf dem Weg zu einem Einsatz wegen Ruhestörung in dem Haus waren. Der Pflasterstein durchschlug den Angaben zufolge unvermittelt auf Kopfhöhe die Frontscheibe des Streifenwagens. Die Ermittler suchen Zeuginnen und Zeugen.

dpa