Fernwärme der Landeshauptstadt
Stadtwerke suchen mit Drohnen nach Lecks im Wärmenetz

Nach der Inspektion soll am Fernwärmenetz gezielt gehandelt werden können. (Symbolbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Nach der Inspektion soll am Fernwärmenetz gezielt gehandelt werden können. (Symbolbild) Foto
© Marcus Brandt/dpa
Drohnen sollen das Fernwärmenetz von Kiel aus der Luft scannen. Nachts könne dies durch ein Summen vernommen werden. Gleichzeitig sind die Drohnen mit Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet.

Die Stadtwerke der Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt Kiel wollen mit Hilfe von Drohnen ihr Fernwärmenetz kontrollieren. Dafür lässt der Energieversorger in der kommenden Woche sein 364 Kilometer langes Netz nachts von Drohnen überfliegen, wie die Stadtwerke mitteilten. Diese sammelten mit einem Sensor Wärmebilder und sollen Wärmeverluste aufspüren.

"Die Aufnahmen erfolgen an vier bis fünf Tagen bis Ende März aus einer Höhe von 90 bis 120 Metern senkrecht nach unten", sagte Sönke Schuster, Sprecher der Stadtwerke. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr könne dabei ein leises Summen zu hören sein.

"Der thermische Sensor erfasst ausschließlich Oberflächentemperaturen und kann nicht durch Fenster hindurchsehen", betonte der Sprecher. An welchen Tagen die Drohnen im Einsatz sind, könne aufgrund des Wetters bisher nicht gesagt werden. Ziel sei es, das Fernwärmenetz auf Leckagen zu prüfen und gezielt handeln zu können.

Falls ein Flug aus Sicherheitsgründen oder wegen technischer Probleme abgebrochen werden muss, sind die Drohnen den Angaben nach mit Notfallschirmen ausgestattet. Diese bremsten den Fall und verhinderten, dass Menschen am Boden verletzt werden. Zusätzlich warne ein Alarm vor herabfallenden Drohnen.

dpa