Gestrandeter Wal in der Ostsee
Initiatoren: Wal-Rettungs-Team soll in Ruhe arbeiten

Detaillierte Infos zum Fortschritt der Rettungsaktion gibt es von den Initiatoren nicht. Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Detaillierte Infos zum Fortschritt der Rettungsaktion gibt es von den Initiatoren nicht. Foto
© Bernd Wüstneck/dpa
Der Wal-Rettungsversuch vor Poel sorgt für Betrieb auf und vor der Insel. Viele Infos zum Fortschritt der Aktion gibt es aber nicht. Das hat laut Initiatoren auch einen Grund.

Die Initiatoren für den derzeit laufenden Wal-Rettungsversuch vor Poel können nach eigener Aussage aktuell keine detaillierten Angaben zum Fortschritt machen – auch damit das Team in Ruhe arbeiten kann. "Es läuft eigentlich soweit ganz gut", sagte Mediamarkt-Gründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, der Deutschen Presse-Agentur.

Er könne nicht ständig vor Ort anrufen, um nicht zu viel Unruhe in die Aktion zu bringen, so Gunz. Walter-Mommert sagte der dpa: "Glauben Sie mir, wir müssen unserem Team im Moment den Rücken freihalten, damit die in Ruhe arbeiten können." Sie verwies auf nach ihrer Aussage aufwendige Abstimmungen mit den zuständigen Behörden. Das sorge intern für viel Arbeit. So müsse etwa das Aufbringen von Tüchern mit Zinksalbe gegen die Hautprobleme des Wals jeden Tag neu beantragt und genehmigt werden. 

Sonderregelung für Tierärztin aus Hawaii

Nach Aussage einer Sprecherin des Schweriner Umweltministeriums bemühen sich die Behörden um schnelle Abstimmungen. So habe etwa die von der Initiative aus Hawaii hinzugezogene Tierärztin Jenna Wallace zwar keine Berufserlaubnis in Deutschland. Dieses Problem habe man aber schnell gelöst.

Sie habe eine vorübergehende Erlaubnis zur Ausübung des tierärztlichen Berufes erhalten. Dabei handle es sich um eine Sonderregelung für Tierärzte aus dem Ausland. 

Auch die Liste mit den Menschen, die für die Aktion in den eingerichteten Sperrbereich zum Wal gelassen werden, werden laut Sprecherin durch die Ordnungsbehörden zügig angepasst. Diese ändere sich häufig, weil Menschen hinzukämen oder abgezogen würden.

dpa