Investitionen
Neue Spezialwagen für Katastrophenschutz in Niedersachsen

Innenministerin Daniela Behrens (SPD) überreicht symbolisch einen Schlüssel an die Besatzung eines neuen geländegängigen Kranken
Innenministerin Daniela Behrens (SPD) überreicht symbolisch einen Schlüssel an die Besatzung eines neuen geländegängigen Krankentransportwagens. Foto
© Michael Matthey/dpa
Niedersachsen rüstet für den Katastrophenschutz auf: Neun geländegängige Krankentransportwagen sollen bei Hochwasser, Starkregen und Schnee zum Einsatz kommen. Was die Spezial-Wagen leisten sollen.

Zur Stärkung des Katastrophenschutzes hat Niedersachsen neun geländegängige Krankentransportwagen angeschafft. Die Investition umfasse rund 4,5 Millionen Euro, teilte das Innenministerium mit. Die Fahrzeuge wurden nun beim Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Celle präsentiert und in den Dienst gestellt. 

Innenministerin Daniela Behrens bezeichnete die neuen Fahrzeuge als "wichtigen Meilenstein" für den Bevölkerungsschutz im Land. "Die jüngsten Hochwasser- und Starkregenereignisse, aber auch extreme Schneelagen und örtliche Stromausfälle zeigen uns, wie wichtig diese Spezialtechnik geworden ist", sagte die SPD-Politikerin. 

Wofür die Fahrzeuge eingesetzt werden

Die Spezialfahrzeuge sind für Einsätze unter schwierigen Bedingungen ausgelegt, etwa bei Hochwasser, Starkregen oder Schneelagen. Sie können den Angaben zufolge verschlammte, überflutete oder verschneite Straßen deutlich leichter passieren. 

Hintergrund der Anschaffung seien Analysen von Einsatzlagen der vergangenen Jahre, etwa der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021, der Sicherheits- und Versorgungsrisiken infolge des Ukrainekriegs oder zunehmenden Extremwetterlagen wie Starkregen, Überflutungen oder Schneefälle. Diese Ereignisse hätten gezeigt, dass Katastrophenschutzeinheiten Technik benötigten, die auch dann einsatzfähig bleibe, wenn reguläre Rettungsfahrzeuge betroffene Gebiete nicht mehr erreichen könnten.

4,5 Millionen Euro für den Katastrophenschutz

Neben Krankentransporten können die Fahrzeuge auch für Erkundungsfahrten und Einsätze anderer Fachdienste genutzt werden, etwa an Gewässern oder bei einer Absturzsicherung. Behrens dankte in Celle auch den ehrenamtlichen Einsatzkräften, ohne deren Engagement "selbst die beste Technik und Ausstattung nichts wert" sei. 

Die Investition von rund 4,5 Millionen Euro sei aus einem 2022 aufgelegten Landesprogramm zur Stärkung des Katastrophenschutzes finanziert worden.

dpa