Die Wirtschaftsleistung in Hamburg ist im vergangenen Jahr stärker gestiegen als in ganz Deutschland. So kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - also der Wert aller erzeugten Güter und Dienstleistungen - 2025 unter Berücksichtigung der Preisveränderungen um 0,8 Prozent, wie das Statistikamt Nord mitteilte.
Bundesweit sei das BIP real nur um 0,2 Prozent gestiegen. Nominal - also inklusive Preissteigerungen - erhöhte sich das BIP nach ersten vorläufigen Berechnungen in Hamburg um 3,4 Prozent und bundesweit um 3,3 Prozent.
Deutlicher Rückgang im Baugewerbe
Große Unterschiede gab es den Angaben zufolge etwa im verarbeitenden Gewerbe. Während die Wirtschaftsleistung dort bundesweit real um 1,0 Prozent gesunken sei, sei sie in Hamburg zwischen 2024 und 2025 deutlich um 3,5 Prozent gestiegen. Auf der anderen Seite sei das Hamburger Baugewerbe nach Angaben der Statistiker um 7,3 Prozent geradezu abgestürzt, während der bundesweite Rückgang nur 2,9 Prozent betragen habe.Im Dienstleistungsbereich "Handel, Verkehr, Gastgewerbe; Information und Kommunikation" stieg die Bruttowertschöpfung in Hamburg real um 1,1 Prozent (bundesweit 1,3 Prozent) und im Abschnitt "Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit" um 0,9 Prozent (bundesweit 1,2 Prozent).
Dafür fiel der Rückgang im Bereich "Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen" in Hamburg mit minus 0,2 Prozent etwas geringer aus als auf Bundesebene mit minus 0,6 Prozent, wie die Statistiker mitteilten.