Der sprunghafte Preisanstieg bei Kraftstoffen und Heizöl infolge des Krieges im Nahen Osten hat die Inflationsrate in Hessen in die Höhe getrieben. Die Verbraucherpreise lagen im März um 2,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Die Inflationsrate erreichte damit den höchsten Stand seit Dezember 2023 (plus 3,5 Prozent), nachdem sie im Februar 2026 noch 2,2 Prozent betragen hatte.
Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft der Verbraucher: Sie können sich für einen Euro dann weniger leisten. Von Februar 2026 auf März 2026 erhöhten sich die Verbraucherpreise im Land nach Angaben der Wiesbadener Statistiker um 1,1 Prozent.
Strom verbilligt sich
Im Vorjahresvergleich zogen im März 2026 vor allem die Preise für Heizöl (plus 46,8 Prozent) und Kraftstoffe (plus 24,0 Prozent) an. Dabei verteuerte sich Diesel um 34,5 Prozent und Superbenzin um 21,2 Prozent. Günstiger waren Erdgas (minus 7,7 Prozent) und Strom (minus 6,8 Prozent).
Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im März in Hessen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,1 Prozent. Insbesondere Eier, Zucker, Marmelade und Honig verteuerten sich. Speiseöl und Butter dagegen verbilligten sich nach Angaben des Statistischen Landesamtes.
Fliegen wird teurer
Inflationstreibend wirkten auch die Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) mit einem Plus von 3,8 Prozent. Flugtickets verteuerten sich dabei besonders stark (plus 17,1 Prozent). Die Wohnungsmieten (Nettokaltmieten) zogen im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,7 Prozent an.
Mitteilung