Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist nach vorläufigen Angaben des Statistik-Amtes im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent gewachsen. Das ist der bundesweit höchste Wert zusammen mit Bremen, wie aus Daten des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder hervorgeht, die das Schweriner Amt zu Wochenbeginn veröffentlicht hat. In Deutschland insgesamt legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) den Angaben zufolge nur um 0,2 Prozent zu.
Allerdings warnte das Amt, dass sich die Zahlen noch ändern könnten. "Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass die den Berechnungen zugrundeliegende Datenbasis noch unvollständig ist", hieß es. "Daher können sich aus späteren Berechnungen – unter Einbezug von dann vorliegenden Quelldaten – sichtbare Abweichungen gegenüber den hier präsentierten Ergebnissen ergeben."
Entwicklung rutschte 2024 vom Plus ins Minus
Das war zum Beispiel 2024 geschehen: Zunächst war auf der Basis vorläufiger Daten ein Wirtschaftswachstum für MV von 1,3 Prozent gemeldet worden. Später musste dieser Wert korrigiert werden - auf minus 0,3 Prozent. Die Wirtschaft wuchs also nicht, sondern schrumpfte.
Das Amt erklärte, dass die Revisionsdifferenzen insbesondere in Ländern mit einer vergleichsweise kleinen Wirtschaftskraft wie Mecklenburg-Vorpommern demnach regelmäßig größer ausfallen.
Im längerfristigen Vergleich legte das BIP im Nordosten laut den Statistikern von 2020 bis 2025 preisbereinigt um fünf Prozent zu. Damit habe es etwas höher gelegen als in Deutschland insgesamt mit plus 4,6 Prozent. Im Vergleich der Bundesländer rangiere Mecklenburg-Vorpommern damit im Mittelfeld an siebter Stelle.
In der Gruppe der ostdeutschen Flächenländer habe sich die Wirtschaft in den letzten fünf Jahren in MV am besten entwickelt. Danach folgen dem Amt zufolge Brandenburg (4,1 Prozent), Sachsen (3,7 Prozent), Thüringen (1,0 Prozent) und Sachsen-Anhalt (minus 2,4 Prozent).