Kriminalität in SH
Rettungsring-Diebe in Schleswig-Holstein kaum Thema

Das reine Entwenden eines Rettungsrings ist laut Polizei zunächst Diebstahl - werden dadurch aber Menschen gefährdet, könnten zu
Das reine Entwenden eines Rettungsrings ist laut Polizei zunächst Diebstahl - werden dadurch aber Menschen gefährdet, könnten zusätzlich schwerere Delikte hinzukommen. (Symbolbild) Foto
© Ulrich Perrey/dpa

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In Mecklenburg-Vorpommern verschwinden immer wieder Rettungsringe von Hafenkanten oder Seebrücken. Anders sieht das laut Wasserschutzpolizei in Schleswig-Holstein aus.

Während in Mecklenburg-Vorpommern immer wieder Rettungsringe von Hafenkanten oder Seebrücken verschwinden, ist das im nördlichsten Bundesland offensichtlich kein Thema. „Der Polizei sind keine derartigen Fälle bekannt“, teilte ein Sprecher des Landespolizeiamts Schleswig-Holstein der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach Rücksprache mit der Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein stellen diese Taten hierzulande demnach keinen Schwerpunkt dar.

Immer wieder Diebstähle in MV

Anders sieht das im Nordosten aus: Rettungsringe in Häfen oder auf Seebrücken können Menschenleben retten - wenn sie da sind. Immer wieder werden sie hier allerdings gestohlen oder ins Wasser geworfen. Die Stadt Greifswald verzeichnet laut einer Sprecherin jährlich zwischen zwei und fünf Diebstähle dieser Art im Hafen Wieck. 

Auch in Wismar sowie in Rostock gab es in diesem Jahr schon solche Zwischenfälle. „Seit Januar 2026 sind im Bereich des Rostocker Stadthafens zwei Rettungsringe entwendet worden“, sagt ein Sprecher der Hansestadt. In Warnemünde wurden demnach im Februar gleich fünf Rettungsringe aus den Kästen am Südteil des Alten Stroms entwendet.

Das reine Entwenden eines Rettungsrings ist laut Polizei zunächst Diebstahl. Werden durch den Diebstahl dieser Sicherheits- und Rettungsmittel aber Menschen gefährdet oder ist im Notfall keine Hilfe möglich, könnten zusätzlich schwerere Delikte hinzukommen.

dpa