Folgen der Erderwärmung
Sachsen-Anhalt sieht sich besser gegen Hochwasser gerüstet

Das Winterhochwasser 2023/2024 setzte Deiche und Hochwasserschutzanlagen in Sachsen-Anhalt stark unter Druck - besonders angespa
Das Winterhochwasser 2023/2024 setzte Deiche und Hochwasserschutzanlagen in Sachsen-Anhalt stark unter Druck - besonders angespannt war die Lage an der Helme. (Archivbild) Foto
© Jan Woitas/dpa

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Nach dem Winterhochwasser 2023/2024 zieht Sachsen-Anhalt eine positive Bilanz beim Hochwasserschutz. Doch zunehmende Wetterextreme bleiben eine große Herausforderung.

Gut zwei Jahre nach dem Winterhochwasser 2023/2024 sieht sich Sachsen-Anhalt beim Hochwasserschutz deutlich besser aufgestellt als noch nach den großen Fluten von 2002 und 2013. Dennoch bleiben die Folgen zunehmender Wetterextreme eine große Herausforderung, wie das Umweltministerium auf Anfrage mitteilte.

„Der Hochwasserschutz in Sachsen-Anhalt hat mit dem Winterhochwasser 2023/2024 einen echten Härtetest erlebt und diesen eindrucksvoll bestanden“, erklärte Umweltminister Armin Willingmann (SPD). Auch wenn es teils dramatische Situationen an der Helme gegeben habe, seien größere Schäden ausgeblieben.

Hohe Schäden nach Winterhochwasser

Zum Jahreswechsel 2023/2024 hatten massive Niederschläge landesweit für hohe Pegelstände gesorgt. Besonders angespannt war die Lage an der Helme im Landkreis Mansfeld-Südharz. Dort drohten Deiche in Thüringen überströmt zu werden, mehrere Anlagen in Sachsen-Anhalt wurden beschädigt. Auch die Talsperre Kelbra war stark belastet.

Nach Angaben des Ministeriums entstanden landesweit Schäden an Deichen, Pegeln, Schöpfwerken und Sielen in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Seit 2002 seien mehr als 1,5 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert worden.

Weiterer Handlungsbedarf

Inzwischen entsprächen 75 Prozent der rund 1.284 Kilometer Deiche in Sachsen-Anhalt den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Weitere 18 Prozent haben demnach Anpassungsbedarf, rund 7 Prozent gelten weiterhin als nicht standsicher.

Als größte Herausforderungen bezeichnet das Ministerium zunehmende Starkregen- und Hochwasserereignisse. Das Land setze deshalb verstärkt auf Deichsanierungen, Flutpolder, Deichrückverlegungen und mehr Wasserrückhalt in der Fläche.

Freigabe bei Barby

Am Donnerstag will das Land bei Barby im Salzlandkreis einen weiteren sanierten Deichabschnitt offiziell freigeben. Damit ist die Sanierung eines insgesamt 14 Kilometer langen Abschnitts zwischen Calbe und Barby abgeschlossen.

dpa