Die Hamburger Polizei hat für das vergangene Jahr 5 Prozent weniger Straftaten erfasst. Es wurden 213.596 Delikte gezählt, das sind 11.317 weniger als im Jahr 2024. Die Gewaltkriminalität - zu der gefährliche und schwere Körperverletzungen, Raub, Mord und Totschlag sowie Vergewaltigungen zählen - ging um 5,4 Prozent zurück.
Die Aufklärungsquote stieg von 47,9 auf 49,1 Prozent. Die sogenannte Kriminalitätsbelastung - also die Zahl der Straftaten im Verhältnis zur Einwohnerzahl - sank um 5,6 Prozent. "Hamburg ist eine sehr sichere Stadt", sagte Innensenator Andy Grote (SPD) bei der Vorstellung der Kriminalstatistik.
Im Jahr 2024 war die erfasste Kriminalität insgesamt um 4 Prozent gesunken. Die Gewaltkriminalität war jedoch um 7,2 Prozent gestiegen, die Zahl der Raubdelikte um 8,3 Prozent und die der Vergewaltigungen sogar um 8,8 Prozent.
LKA-Chef sieht Trendumkehr
Der Leiter des Landeskriminalamts, Jan Hieber, sagte, der Rückgang bei der Gewaltkriminalität stelle eine Trendumkehr dar. Die Stadtteile St. Georg, das Gebiet um den Hauptbahnhof und St. Pauli blieben für die Polizei Brennpunkte. Dennoch sank auch in diesen Stadtteilen die Zahl der Gewaltdelikte.
Für das vergangene Jahr erfasste die Polizei 66 Tötungsdelikte, 49 versuchte und 17 vollendete Fälle von Mord und Totschlag. Für das Vorjahr hatte die Polizei 40 Tötungsdelikte angegeben. Ein Großteil der Verbrechen geht erst mit jahrelanger Verzögerung in die Statistik ein, wenn die Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen hat.