Rettung nach 19 Niederlagen
"Ich bin einfach heilfroh": Hamburger Basketballer gerettet

Trainer Benka Barloschky (Hamburg Towers) jubelt am Spielfeldrand. Foto: Marcus Brandt/dpa
Trainer Benka Barloschky (Hamburg Towers) jubelt am Spielfeldrand. Foto
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Nach dem desaströsen Saisonstart haben sich die Towers vier Spieltage vor Saisonschluss in der Bundesliga aller Abstiegssorgen entledigt. Mehr noch: Jetzt sind nun sogar die Playoffs möglich.

Das monatelange Bangen um den Verbleib in der Basketball-Bundesliga hat bei den Veolia Towers Hamburg ein dramatisches Ende gefunden. Dank des 91:86 (80:80, 43:36)-Erfolges nach Verlängerung gegen die Rostock Seawolves steht bereits vier Spieltage vor Schluss der Hauptrunde fest, dass die Hamburger nicht mehr absteigen können - und das nach einem Saisonstart mit 19 Pflichtspiel-Niederlagen in Serie.

Entsprechend groß war die Erleichterung bei den Verantwortlichen und Spielern. Cheftrainer Benka Barloschky sagte sogar: "Ich habe erst nach dem Spiel realisiert, was der Sieg bedeutet."

19 Niederlagen zum Saisonstart

Gerade mit Blick auf die erste Saisonhälfte ist die vorzeitige Rettung bemerkenswert. So waren dem Erstrunden-Aus im Pokal acht teilweise deutliche Niederlagen in der Bundesliga gefolgt. Zudem verloren die Towers auch die ersten zehn Eurocup-Begegnungen. Erst im Dezember endete diese Horrorserie des damaligen Tabellenletzten mit dem 99:80 gegen Alba Berlin.

Nach mittlerweile 30 absolvierten Ligaspielen haben die Towers 13 Siege auf ihrem Konto - darunter auch einen gegen Titelverteidiger FC Bayern München. "Sich da herauszuarbeiten, die Ruhe zu bewahren, einen Schritt vor den anderen zu machen und nicht in komplette Panik zu verfallen, weil der Druck von außen so unglaublich steigt: Das ist eine ganz besondere Leistung", sagte Barloschky. Der Coach wurde trotz der 0:19-Bilanz nicht gefeuert, sondern durfte bei den Towers weiterarbeiten. 

Rechnerisch können die Hamburger nun sogar noch Sechster werden und sich direkt für die Playoffs qualifizieren. Barloschky sagte jedoch nach dem Rostock-Sieg: "Ich habe keine Ahnung, wie das nach oben aussieht und was noch passieren kann. Ich bin einfach heilfroh, dass wir nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben."

dpa