Tiere
AfD zu Wal-Rettung: "Woher der plötzliche Sinneswandel?"

Die private Rettungsaktion wurde von den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern genehmigt. Foto: Philip Dulian/dpa
Die private Rettungsaktion wurde von den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern genehmigt. Foto
© Philip Dulian/dpa
Eine private Initiative will mit Luftkissen und Pontons einen neuen Rettungsversuch des vor Wismar gestrandeten Wals starten. Die AfD-Landtagsfraktion kritisiert das Vorgehen von Minister Backhaus.

Die AfD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern wundert sich über die Entscheidung zur privaten Rettungsinitiative des in der Ostsee gestrandeten Wals. "Woher kommt der plötzliche Sinneswandel?", sagte Thore Stein, der naturschutzpolitische Sprecher der AfD-Fraktion. "Im Zweifelsfall hat der Umweltminister Zeit verschenkt, um dem Tier mit einem Rettungsversuch zu helfen und wilden Spekulationen vorzugreifen."

Es sei richtig gewesen, Experten zu Rate zu ziehen und alle Möglichkeiten auszuloten. Der Minister habe sein Handeln zwei Wochen lang mit einem wissenschaftlichen Gutachten begründet und ethische Aspekte, die gegen das Gutachten für eine Rettung gesprochen hätten, kategorisch ausgeschlossen, sagte Stein.

"Sollte der Versuch misslingen, der Wal nicht aus eigener Kraft sich mehr retten können und ein weiterer Rettungsversuch nicht mehr vertretbar sein, müssen die Behörden tierethische Maßnahmen in Betracht ziehen", sagte der AfD-Politiker. "Das wäre verantwortungsvoller, als untätig den Wal erneut seinem Schicksal zu überlassen."

dpa