In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Badetoten im vergangenen Jahr gesunken. 21 Menschen seien 2025 in den Gewässern im Norden ums Leben gekommen, teilte die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) im niedersächsischen Bad Nenndorf mit. Ein Jahr zuvor waren es noch 25. Auch deutschlandweit sank die Zahl der Badetoten den Angaben zufolge um 18 auf 393.
Mit zwölf Todesfällen ereignete sich mehr als die Hälfte der tödlichen Unfälle in Schleswig-Holstein laut DLRG während der Badesaison von Mai bis August - davon allein sieben im August.
Anders als im Vorjahr, als deutlich mehr Menschen im Meer zu Tode kamen, hielten sich 2025 die Opferzahlen in Flüssen und an der Küste mit jeweils sechs Toten die Waage. Zudem kam ein Mensch laut DLRG in einem Hafenbecken ums Leben, vier in Seen und vier weitere in sonstigen Gewässern.
Weniger Badetote an den Ostseestränden
Rechnet man die Fälle aus allen deutschen Küstenländern zusammen, starben an Nord- und Ostsee im vergangenen Jahr 22 Menschen - und damit deutlich weniger als im Vorjahr (30). Allerdings war die Entwicklung laut DLRG unterschiedlich: Während für die Nordsee mit fünf Fällen zwei mehr als im Vorjahr erfasst wurden, waren es für die Ostsee zehn tödliche Unfälle weniger. Hier hatten die Zahl der Badetoten 2024 mit 27 einen traurigen Höchstwert erreicht.
In Schleswig-Holstein wie bundesweit kamen wieder deutlich mehr Männer als Frauen im Wasser ums Leben: Das Verhältnis im Norden lag bei 15 zu 6. Die meisten tödlich Verunglückten (14) waren älter als 61 Jahre. Vier Todesopfer wurden in der Altersgruppe von 51 bis 60 Jahre gezählt, jeweils eins in den Gruppen 41 bis 50 und von 31 bis 40 Jahre.
DLRG fordert mehr Prävention und Schwimmlernangebote
Der Schlüssel zu geringeren Unfallzahlen liege in der Präventionsarbeit, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. "Insbesondere Menschen, die nicht sicher schwimmen können, müssen für die möglichen Gefahren sensibilisiert werden." Auch Angler auf Booten, Paddler oder Segler seien leider "noch allzu oft unbedarft, was ihre eigene Sicherheit betrifft".
Daneben forderte die DLRG-Präsidentin weiter einen Ausbau der Angebote für das Schwimmenlernen - vor allem in den Schulen.