Verkehr
Hamburg setzt auf digitale Parkzonen für E-Scooter

Damit E-Scooter nicht mehr kreuz und quer herumstehen, hat die Hamburger Verkehrsbehörde im Stadtgebiet an 100 Haltestellen rund
Damit E-Scooter nicht mehr kreuz und quer herumstehen, hat die Hamburger Verkehrsbehörde im Stadtgebiet an 100 Haltestellen rund 370 virtuelle Abstellflächen eingerichtet. Wer sie nicht nutzt, kann die E-Scooter-Leihe nicht beenden. (Symbolbild) Foto
© Boris Roessler/dpa
Mit virtuellen Parkzonen will Hamburg das wilde Abstellen von E-Scootern an Haltestellen eindämmen. Die Lösung soll flexibel und sichtbar für Nutzer sein.

Hamburgs Verkehrsbehörde hat an Haltestellen kreuz und quer herumliegenden E-Scootern den Kampf angesagt. Dazu hat sie nach eigenen Angaben an 100 ausgewählten Haltestellen im Stadtgebiet rund 370 digitale Abstellflächen eingerichtet. Der Clou dabei: Wer seinen E-Scooter dort nicht innerhalb dieser Bereiche abstellt, kann die E-Roller-Leihe nicht beenden. 

Tjarks: E-Roller müssen sicher und geordnet abgestellt werden

E-Scooter würden vor allem für kürzere Distanzen zur Bahn oder Bushaltestelle genutzt, sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne). "Damit die E-Roller aber besonders dort nicht zu Hindernissen für andere Verkehrsteilnehmer werden, müssen sie unbedingt sicher und geordnet abgestellt werden." Mit den digitalen Abstellflächen gebe es nun eine pragmatische Lösung für mehr Ordnung an den Stellen, wo besonders viele Fahrzeuge genutzt würden.

Die neuen durch sogenanntes Geofencing definierten Abstellflächen an den Haltestellen sind den Angaben zufolge nicht durch Markierungen auf dem Asphalt sichtbar, sondern existieren rein virtuell. Die Standorte seien in den Apps der jeweiligen E-Scooter-Anbieter hinterlegt. Und wer versuche, seinen Scooter außerhalb dieser Zonen abzustellen, könne die Miete in der App nicht beenden.

Flexibilität des neuen Systems großer Pluspunkt

Aus Sicht der Verkehrsbehörde ist vor allem die Flexibilität der rein digitalen Lösung ein Pluspunkt. Denn sollte sich die Verkehrssituation an einer Haltestelle ändern, könnten die digital ausgewiesenen Flächen ohne baulichen Aufwand verschoben oder gelöscht werden. Die digitalen Abstellflächen ergänzten die 54 bereits bestehenden festen Parkzonen für E-Scooter im gesamten Stadtgebiet. In Harburg entstünden zudem zurzeit 30 weitere sichtbare Abstellflächen bis Ende Mai.

dpa

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