Wal-Transport im Stahlbecken
Meeresmuseum warnt vor Abladen des Wals im offenen Meer

Transport mit ungewissem Ausgang: Wal wird Richtung Nordsee gebracht Foto: Bodo Marks/dpa
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Die private Initiative will den Buckelwal in der Nordsee freilassen. Wissenschaftler des Deutschen Meeresmuseums warnen eindringlich davor.

Experten des Deutschen Meeresmuseums warnen eindringlich vor einem Abladen des vor Wismar aus flachem Wasser geborgenen Buckelwals im offenen Meer. Dies berge die Gefahr, dass der Meeressäuger ertrinke, teilte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund mit. "Es ist sehr geschwächt und findet im offenen Meer keine Möglichkeit, sich abzulegen."

Von einer Rettung des Wales könne erst dann gesprochen werden, wenn er sich selbstständig und dauerhaft auf seiner gewöhnlichen Route im Nordatlantik bewege, selbstständig fresse und sein Gesundheitszustand besser werde, heißt es weiter. Die Wissenschaftler forderten dazu eine vollständige Dokumentation der kommenden Ereignisse. Die Daten des Senders am Tier müssten in Echtzeit öffentlich verfügbar gemacht werden. Live-Videomaterial vom Wal während des Transports und während der Freilassung seien wichtig, um Erfahrungen für künftige Bergungen sammeln zu können.

Die private Rettungsinitiative hatte angekündigt, den Wal in der Nordsee freilassen zu wollen. Aktuell ist der Transport mit dem rund zwölf Meter langen und etwa zwölf Tonnen schweren Meeressäuger hatte in dänischen Gewässern auf dem Weg in die Nordsee. Er legt dazu in einem mit Wasser gefüllten Lastschiff, das von dem Mehrzweckschiff "Fortuna B" gezogen wird.

dpa