Wirtschaftspolitik
Ökonom stellt Kündigungsschutz für Staatsdiener infrage

Bevor Schularick Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft wurde, lehrte er als Professor für Makroökonomie an der Unive
Bevor Schularick Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft wurde, lehrte er als Professor für Makroökonomie an der Universität Bonn. (Archivbild) Foto
© Frank Molter/dpa
Ökonom Moritz Schularick fordert, den Kündigungsschutz im öffentlichen Dienst und für Besserverdienende zu überdenken. Er hält dies nicht mehr für zeitgemäß.

Der Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, Moritz Schularick, schlägt eine Aufhebung des Kündigungsschutzes für den öffentlichen Dienst und Besserverdienende vor. "Ich möchte auch den de facto Kündigungsschutz im öffentlichen Dienst infrage stellen", sagte Schularick der Deutschen Presse-Agentur. "Warum gibt es diese Vorzugsbehandlung?"

Der Ökonom sprach sich zudem für eine Aufhebung des Kündigungsschutzes für gut verdienende Arbeitnehmer aus. "Warum halten wir am Kündigungsschutz für Leute fest, die mehr als 100.000 Euro im Jahr verdienen?", sagte Schularick. "Da wird ein paternalistischer Schutzgedanke weitergetragen ins 21. Jahrhundert, der wahrscheinlich schon Ende des 20. Jahrhunderts abgelaufen war." Diese Idee sei nicht länger zeitgemäß.

Das Kiel Institut für Weltwirtschaft gilt als eines der führenden Wirtschaftsinstitute des Landes.

dpa