Basketball-Bundesligist Frankfurt Skyliners hat sich von Streik-Profi Jaedon LeDee getrennt und angekündigt, juristisch gegen ihn vorzugehen. Es habe durch den Streik des US-Amerikaners "einen irreparablen Vertrauensverlust" gegeben, teilte der Club mit. Um weiteren Schaden abzuwenden, sei die Trennung "unvermeidlich" gewesen.
Nach Angaben der Skyliners war LeDee zur Länderspielphase Ende Februar aus privaten Gründen in die USA gereist und bis zum 11. März nicht wieder zurückgekehrt. Er habe auf einen Wechsel gedrungen, hieß es. "Dieser wurde ihm von den Skyliners verweigert", erklärte der Club. Auch nach seiner Rückkehr habe er auf einen Weggang beharrt.
Skyliners-Geschäftsführer: "Verurteilen wir auf das Schärfste"
Man habe am Ende keine andere Wahl gehabt, als den Spieler gegen Zahlung einer Ablöse gehen zu lassen. Der Club werde wegen der entstandenen Schäden juristisch vor dem Schiedsgericht Basketball Arbitral Tribunal gegen LeDee vorgehen, erklärten die Skyliners.
"Dass wechselwillige Spieler trotz eines laufenden Vertrages durch einen Streik Clubs unter Druck setzen, verurteilen wir auf das Schärfste und werden uns gegen solche Versuche auch in der Zukunft mit allen Mitteln zur Wehr setzen", äußerte Geschäftsführer Gunnar Wöbke.
LeDee war im vergangenen Sommer aus den USA nach Frankfurt gewechselt. Der 26-Jährige entwickelte sich schnell zum Leistungsträger und bestritt 14 Pflichtspiele für die Skyliners, die vor dem Saisonendspurt in der BBL acht Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz haben.
Neuer Aufbauspieler kommt nach Frankfurt
Für die Schlussphase verpflichteten die Skyliners mit sofortiger Wirkung Aufbauspieler Tyger Campbell, der zuletzt in Australien für die Tasmania JackJumpers spielte. Campbell, der in der Saison 2024/2025 für Rasta Vechta aktiv war, erhält einen Vertrag bis zum Sommer und soll für Stabilität sorgen.
"Er hat bereits in verschiedenen Ligen auf gutem Niveau gespielt und kennt auch die Anforderungen der BBL. Diese Erfahrung wird uns direkt weiterhelfen", sagte Frankfurts Coach Klaus Perwas.