Bericht wird vorgestellt
Antisemitische Vorfälle in Hessen weiter gestiegen

Rias Hessen sagt Antisemitismus weiter den Kampf an: "Wir werden Antisemitismus weiterhin klar benennen, gleich, wo er sich zeig
Rias Hessen sagt Antisemitismus weiter den Kampf an: "Wir werden Antisemitismus weiterhin klar benennen, gleich, wo er sich zeigt." (Symbolbild) Foto
© Sven Kaeuler/dpa

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Wie hat sich die Zahl antisemitischer Vorfälle konkret entwickelt? Und was bedeutet das für das jüdische Leben in Hessen? Dazu will RIAS Hessen Daten bekanntgeben.

Die Zahl der dokumentierten antisemitischen Vorfälle in Hessen ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Das gab die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Hessen bekannt - die konkreten Daten sollen an diesem Mittwoch (11.00 Uhr) in Frankfurt veröffentlicht werden. 

"Antisemitismus etabliert sich quantitativ auf hohem Niveau, wird dadurch normalisiert", erklärte Projektleiterin Susanne Urban, die auch Antisemitismusbeauftragte der Marburger Philipps-Universität ist. "Antisemitismus löst wenig Störgefühl aus, wird nicht erkannt oder als Befindlichkeit bagatellisiert." 

RIAS Hessen versuche, zu sensibilisieren und aufzuklären. "Wir werden Antisemitismus weiterhin klar benennen, gleich, wo er sich zeigt", sagte Urban.

Zu dem Termin am Mittwoch werden auch der hessische Antisemitismusbeauftragte, Uwe Becker, und der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Marc Grünbaum, erwartet.

Im Jahr 2024 dokumentierte RIAS Hessen nach eigenen Angaben 926 Vorfälle. Das war ein Plus von 75 Prozent im Vergleich zu 2023.

dpa