In Hessen sind seit dem Jahr 2015 mehr als ein Dutzend Geburtskliniken geschlossen worden. Die Landesregierung sieht die flächendeckende geburtshilfliche Versorgung dennoch weiterhin gesichert. Das geht aus der Antwort des hessischen Gesundheitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion im Wiesbadener Landtag hervor.
Demnach gibt es in Hessen 39 Geburtskliniken (Stand 18. Dezember 2025). Seit 2015 wurden den Angaben zufolge 14 Geburtsstationen geschlossen. "Die flächendeckende Versorgung in der Geburtshilfe ist trotz dieser Schließungen weiterhin gesichert", erklärte das Ministerium. In dem Bundesland bestehe keine Unterversorgung.
Drei Landkreise ohne Geburtskliniken
Keine Geburtskliniken gibt es einer Aufschlüsselung in der Antwort zufolge derzeit im Landkreis Darmstadt-Dieburg, im Rheingau-Taunus-Kreis sowie im Vogelsbergkreis. Zu den Spitzenreitern zählen die Stadt Frankfurt mit fünf entsprechenden Häusern sowie die Städte Wiesbaden und Gießen und der Main-Kinzig-Kreis mit jeweils drei.
Jeweils zwei Geburtskliniken gibt es laut den Angaben in den Städten Fulda, Darmstadt, Offenbach und Kassel sowie in den Kreisen Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg. In den Kreisen Offenbach, Bergstraße, Groß-Gerau, Werra-Meißner, Limburg-Weilburg, Marburg-Biedenkopf, Hersfeld-Rotenburg und Kassel sowie im Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis, Odenwaldkreis, Wetteraukreis und Lahn-Dill-Kreis gibt es demnach jeweils eine Geburtsklinik.