Ein Feuer auf dem Gelände einer Darmstädter Forschungseinrichtung hat einen hohen Schaden angerichtet. Es brach am Morgen aus zunächst unbekannter Ursache aus. Verletzt wurde ersten Angaben zufolge niemand, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Feuerwehr setzte ein Großaufgebot in Gang und sprach von einem erheblichen Sachschaden.
Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung ist für seine Beschleunigeranlage für Ionen bekannt. Derzeit entsteht auf dem Gelände eine neue Anlage. Sie gilt als eines der größten Forschungsvorhaben der Welt, mehrere Milliarden werden investiert. Die Forschungen betreffen unter anderem die Entstehung des Universums.
Beschleuniger nicht betroffen
Weder die alte noch die neu entstehende Anlage ist nach Auskunft des Forschungszentrums betroffen. Das Feuer betreffe eine elektrische Anlage in einem Industriegebäude, Einzelheiten seien noch nicht klar. Die Feuerwehr hatte am Morgen zunächst von einem Brand in einem Umspannwerk berichtet.
Christian Wagner von der Feuerwehr Darmstadt sprach von einem ausgedehnten Brandereignis. Auch Wagner konnte keine weiteren Details nennen und verwies auf Ermittlungen der Polizei, die folgen würden. Der Alarm ging bei der Feuerwehr gegen 6.30 Uhr ein.
"Dramatische Situation"
Eine Sprecherin des Forschungszentrums sprach von einer dramatischen Situation. Zum Ausmaß des Schadens gebe es noch keine Angaben. Der Werkschutz habe das Gelände geräumt. Die Mitarbeiter hätten den Ort verlassen.
Die Bevölkerung wurde in einem größeren Umkreis vor Brandgasen gewarnt. Man solle Fenster und Türen geschlossen halten und Lüftungs- und Klimaanlagen abstellen.
Feuerwehr misst keine Gefahrstoffe in der Luft
Laut Feuerwehr sind mehrere Fahrzeuge zur Gefahrstoffmessung im Einsatz, es seien zunächst keine Gefahrstoffe nachgewiesen worden. Die Warnungen vor Geruchsbelästigung galten unter anderem auch für das fast 30 Kilometer entfernte Kelsterbach.
Einsatzkräfte aus Darmstadt und den benachbarten Landkreisen seien im Einsatz, auch mehrere Werkfeuerwehren. Insgesamt sprach Wagner von 160 Einsatzkräften. Die Brandbekämpfung werde voraussichtlich bis in die späten Abendstunden andauern, erklärte die Feuerwehr.