Seit gut einem Jahr gilt im gesamten öffentlichen Personennahverkehr in Hessen ein Waffenverbot. Hessens Innenminister Roman Poseck zieht eine positive Bilanz. "Mit dem Messer- und Waffenverbot im öffentlichen Personenverkehr tragen wir erheblich zur Sicherheit in Hessen bei", sagte der CDU-Politiker.
Von Messern und Waffen gingen bei Missbrauch erhebliche Gefahren und Eskalationsrisiken aus. "Sie gehören deshalb nicht in unsere Innenstädte und aus Straßenbahnen, Zügen und Bussen verbannt. Gerade in Zügen kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, was bei einem Angriff zu einer gefährlichen Falle werden kann", erläuterte Poseck.
50 Sicherstellungen im ÖPNV
Nach Angaben seines Ministeriums hat die Polizei von Anfang Februar bis Mitte Dezember 2025 rund 50 verbotene Waffen und waffenähnliche Gegenstände im hessischen ÖPNV sichergestellt. Da ein Teil des Nahverkehrs im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei liege, sei davon auszugehen, dass die Gesamtanzahl deutlich höher sei, hieß es.
Eine konkrete Zahl dazu gibt es nicht. Die Bundespolizei erfasst entsprechende Daten nach eigenen Angaben nicht, da sie für die Überwachung der Einhaltung des Waffenverbots nicht originär zuständig ist. Diese obliege der Landeshoheit.