Ein mutmaßlicher Serienvergewaltiger soll Frauen betäubt und seine sexuellen Fantasien an ihnen ausgelebt haben - am Nachmittag (15.00 Uhr) will die Schwurgerichtskammer des Frankfurter Landgerichts das Urteil gegen den Mann verkünden. Die Anklage lautet auch auf versuchten Mord, da er Frauen durch die Sedierung in Todesgefahr gebracht haben soll.
Auf eine lebenslange Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung hat die Staatsanwaltschaft plädiert, die besondere Schwere der Schuld solle festgestellt werden. Die Verteidiger stellten keinen konkreten Antrag. Der 44 Jahre alte Chinese hatte beim Prozessauftakt im Oktober die Taten im Wesentlichen eingeräumt.
Stundenlange Videos
Er soll von Januar 2020 bis November 2024 etlichen Frauen Schlaf- und Betäubungsmittel in teils lebensbedrohlichen Dosen verabreicht und sie vergewaltigt haben. Der Anklage zufolge hielt er seine Taten in Hunderten Fotos sowie stundenlangen Videoaufnahmen fest und teilte diese teilweise in Chatgruppen. Zudem seien bei ihm Videos und Bilder gefunden worden, die den schweren sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen.