Nach dem tödlichen Arbeitsunfall im Inneren einer Windkraftanlage im osthessischen Birstein sind der Hergang und die Ursache weiter unklar. Der hinzugezogene Gutachter habe seine Untersuchung noch nicht abgeschlossen, dies dürfte auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Der Fall beschäftigt auch die Staatsanwaltschaft Hanau, wie ein Polizeisprecher bestätigte. Der Arbeitsschutz des Regierungspräsidiums Darmstadt wurde ebenfalls nach Angaben eines Sprechers hinzugezogen. Da es sich um ein laufendes Verfahren der Staatsanwaltschaft handele, könne man keine weitere Auskunft geben, sagte der Sprecher.
Am Mittwoch waren zwei Arbeiter im Alter von 32 Jahren im Inneren der Anlage nach Polizeiangaben aus großer Höhe abgestürzt und ums Leben gekommen. Die Männer waren in einem Arbeitskorb tätig, der sich im oberen Teil des Windradturms befand.
Die Anlage, die zu einem Windpark zwischen den Birsteiner Ortsteilen Fischborn und Wüstwillenroth im Main-Kinzig-Kreis gehört, war noch in Bau. Für die beiden Monteure kam jede Hilfe zu spät, sie waren nach ersten Einschätzungen der Polizei sofort tot. Direkte Augenzeugen des Vorfalls hatte es nicht gegeben.
Warum der Arbeitskorb in die Tiefe stürzte, wird von dem Gutachter untersucht. Andere Arbeiter hatten den lauten Aufschlag des Korbs gehört und die Polizei verständigt.