Ausstellung Blindes Huhn aus Sand - auf Rügen entstehen neue Skulpturen

Feingefühl und Fantasie benötigen die Künstler und Künstlerinnen der Sandskulpturen-Schau in Prora, etwa bei der Gestaltung des
Feingefühl und Fantasie benötigen die Künstler und Künstlerinnen der Sandskulpturen-Schau in Prora, etwa bei der Gestaltung des Werkes "Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn". Foto
© Stefan Sauer/dpa
Mit künstlerischem Feingefühl, aber auch harter Arbeit entsteht in Prora derzeit die neue Ausgabe der dortigen Sandskulpturen-Schau. Die Künstler nehmen dabei einige Redeweisen wörtlich.

Schaben, schauen und wieder schaben heißt es aktuell für Sandkünstler im Glaspalast in Prora auf Rügen. Derzeit entsteht dort auf Tausenden Quadratmetern und mit Tausenden Tonnen Sand wieder eine neue Sandskulpturen-Ausstellung. "Weisheit und Sprüche" sei das diesjährige Thema, sagte Organisator Thomas van den Dungen. Dabei sei viel Fantasie der etwa 25 Künstler gefragt. "Die geben jetzt ihr Bestes, um fertig zu sein am 31. Januar. Dann eröffnen wir wieder."

Zu den teils mehrere meterhohen Figuren zählen in diesem Jahr etwa Werke mit den Titeln "Arschkarte", "Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn" oder "Kleinvieh macht auch Mist". Es handle sich um die 17. Ausstellung auf Rügen, sagte van den Dungen. Im vergangenen Jahr seien mehr als 120.000 Besucher und Besucherinnen gekommen. Die Ausstellung schließe nur im Januar für den Umbau.

"Wirklich schwere Arbeit"

Der Sand wird nach Aussage des künstlerischen Leiters Martin de Zoete von der vergangenen Ausstellung wiederverwendet. Neben den Künstlerinnen und Künstlern arbeiten nach seiner Aussage zusätzlich etwa ein Dutzend Techniker an der Schau, etwa bei der Verdichtung des Sandes im Vorfeld. "Das ist wirklich schwere Arbeit."

Nach früheren Angaben wird nicht etwa Sand vom Ostseestrand verwendet, sondern junger, scharfkantiger Sand aus einer Kiesgrube, der sich gut aufschichten lässt.

dpa

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