Eichenprozessionsspinner
Gesundheitsgefahr in Eichen - Insektizid aus Hubschrauber

In Mecklenburg-Vorpommern wird der Eichenprozessionsspinner in Alleen wieder aus der Luft bekämpft. (Archivbild) Foto: Sebastian
In Mecklenburg-Vorpommern wird der Eichenprozessionsspinner in Alleen wieder aus der Luft bekämpft. (Archivbild) Foto
© Sebastian Kahnert/dpa

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Der Eichenprozessionsspinner ist ein unscheinbarer Schmetterling, seine Raupen jedoch haben es in sich. Sie sollen jetzt in Südwestmecklenburg aus der Luft bekämpft werden - wenn das Wetter mitspielt.

Der Eichenprozessionsspinner soll nach drei Jahren erstmals wieder in Mecklenburg-Vorpommern in einer großangelegten Aktion aus der Luft bekämpft werden. Auf einer Länge von insgesamt 135 Kilometern soll in Allee-Abschnitten im Landkreis Ludwigslust-Parchim ein Insektizid aus dem Hubschrauber versprüht werden, wie eine Kreissprecherin mitteilte. 

Ob die Aktion heute wie geplant beginnt, hängt demnach vom Wetter ab. Damit das Insektizid versprüht werden kann, muss es trocken und möglichst windstill sein. Die bislang letzte Aktion hatte 2023 stattgefunden. Nun hat sich die Population wieder erholt.

Eichenalleen betroffen

Gesprüht werden soll in besonders stark mit Raupen des Eichenprozessionsspinners befallenen Eichenalleen. Bei dem Mittel handelt es sich den Angaben zufolge um Foray ES, ein biologisches Insektizid auf Basis eines Bodenbakteriums, wie die Sprecherin erläuterte. Dieser Wirkstoff werde vom Umweltbundesamt für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners empfohlen. "Er ist ungiftig für Menschen und andere Wirbeltiere."

Die Maßnahme diene der Abwehr gesundheitlicher Gefahren, die durch mikroskopisch kleine Brennhaare der Raupen ausgelöst werden können. Sie können schwere allergische Reaktionen bei Menschen auslösen. Die Aktion soll möglichst bis Anfang Juni abgeschlossen sein.

dpa