Insel Rügen
Schifffahrtsamt: LNG-Tanker im Hafen Mukran eingelaufen

Mit einer Woche Verspätung konnte der LNG-Tanker "Minerva Amorgos" in den Hafen Mukran einlaufen. Foto: Jens Büttner/dpa
Mit einer Woche Verspätung konnte der LNG-Tanker "Minerva Amorgos" in den Hafen Mukran einlaufen. Foto
© Jens Büttner/dpa
Nach einer Woche Wartezeit hat der LNG-Tanker "Minerva Amorgos" den Hafen Mukran endlich erreicht. Mehrere Schlepper und Eisbrecher unterstützten das Manöver.

Nach tagelangem Warten ist der LNG-Tanker "Minerva Amorgos" am Nachmittag in den Hafen Mukran eingelaufen. "Es ist alles nach Plan gelaufen", sagte eine Sprecherin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) in Stralsund auf Nachfrage. Das Anlegemanöver vor der Insel Rügen laufe noch. 

Vier Schlepper des Terminalbetreibers Regas hätten das Schiff in den Hafen begleitet. Das Mehrzweckschiff "Mellum" und der gecharterte Schlepper "VB Bremen Fighter" brachen demnach das Eis im Fahrwasser auf. Die "Mellum" war am Morgen im Hafen angekommen und hatte sofort mit dem Eisbrechen begonnen. Sie war für den Einsatz aus der Nordsee angereist.

Seit einer Woche hatte die "Minerva Amorgos" der Sprecherin zufolge draußen auf der eisfreien Ostsee ausgeharrt. Das Schiff ist nach Angaben des WSA nur eingeschränkt für die dort herrschenden Eisbedingungen ausgelegt. Derzeit liege in der Prorer Wiek und an der Ostküste Rügens dichtes Eis, überwiegend 20 bis 50 Zentimeter dick. "Örtlich haben sich Eisbarrieren mit übereinander geschobenen Schollen gebildet, sodass die Eisdicke dort stellenweise rund einen Meter erreicht", hieß es.

"Neuwerk" auf dem Weg nach Cuxhaven

Unterdessen ist das defekte Mehrzweckschiff "Neuwerk" mit reduzierter Leistung auf dem Weg nach Cuxhaven an die Nordseeküste. Am Mittwochnachmittag hatte das Schiff laut der Tracking-Website Vesselfinder den Nord-Ostsee-Kanal verlassen und war in der Elbe angekommen. Wegen eines Schadens an einem der Generatoren der Hauptmaschine konnte die "Neuwerk" nicht länger zum Eisbrechen eingesetzt werden. In Cuxhaven soll sie repariert werden.

dpa