Der Krankenstand in Niedersachsen hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Im zurückliegenden Jahr lag er im Schnitt bei 5,6 Prozent, wie aus einer Auswertung im Auftrag der Krankenkasse DAK hervorgeht. Es waren also durchschnittlich pro Tag 56 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben.
Im Schnitt waren Beschäftigte den Angaben nach 2025 gut 20 Tage krankgeschrieben - und damit in etwa so häufig wie im Jahr zuvor. Der Bundesdurchschnitt lag nur unwesentlich tiefer.
Erneut gab es dabei einen Anstieg bei den psychischen Erkrankungen, die im vergangenen Jahr damit nun den größten Anteil bildeten. Dahinter folgten Muskel-Skelett-Erkrankungen und Atemwegsinfekte, die im Vorjahr noch vor den psychischen Erkrankungen lagen. Für die Auswertung hat das Berliner IGES Institut die Daten von rund 223.000 Erwerbstätigen in Niedersachsen untersucht, die bei der DAK versichert sind.
DAK empfiehlt betriebliches Gesundheitsmanagement
Weil sich der Krankenstand auf einem laut der Krankenkasse hohen Niveau eingependelt hat, brauche es eine fundierte Ursachenforschung. "Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen sollten gemeinsam an einen Tisch kommen, um neue Lösungswege zu entwickeln und auch ein gesundes Arbeitsumfeld in den Fokus zu rücken", hieß es in einer Mitteilung.
DAK-Niedersachsen-Chef Dirk Vennekold ergänzte "Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur sind zentrale Hebel, um den Krankenstand zu senken." Ein betriebliches Gesundheitsmanagement sei daher wichtig.