Investition in Hafen
Eine Milliarde Euro für Containerterminal in Bremerhaven

Das Container-Terminal soll für eine Milliarde Euro modernisiert werden. (Archivfoto) Foto: Sina Schuldt/dpa
Das Container-Terminal soll für eine Milliarde Euro modernisiert werden. (Archivfoto) Foto
© Sina Schuldt/dpa
Alles automatisiert, weniger Emissionen, dafür mehr Container: Welche Pläne zwei Unternehmen für Bremerhaven schmieden – und warum noch nicht alles in trockenen Tüchern ist.

APM Terminals und Eurogate wollen eine Milliarde Euro in das Container-Terminal in Bremerhaven investieren. Der Umschlag solle vollständig elektrifiziert werden, teilten die Unternehmen mit. Mit dem Einsatz erneuerbarer Energie soll zudem der Ausstoß von Treibhausgasen so weit wie möglich reduziert werden. Bremerhaven gehört neben Hamburg und Wilhelmshaven zu den Häfen mit dem größten Containerumschlag in Deutschland.

Das Terminal soll zu einer der effizientesten und resilientesten Umschlaganlagen seiner Art weltweit werden, heißt es weiter. Bisher werden in Bremerhaven jährlich knapp drei Millionen Standard-Container (TEU) umgeschlagen, künftig sollen es vier Millionen sein. 

"Wir wollen das Terminal langfristig zukunftssicher machen und gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Resilienz der Lieferketten für die deutsche Wirtschaft stärken", kündigte Maersk-Chef Vincent Clerc an. APM Terminals ist ein Tochterunternehmen von Maersk. 

Wovon die Investitionen abhängen

Der dänische Logistikkonzern und Eurogate befänden sich "in fortgeschrittenen Verhandlungen für eine langfristige Partnerschaft", teilten die Unternehmen mit. Die geplanten Investitionen seien jedoch noch abhängig von internen und externen Genehmigungen. Auch die umstrittene Vertiefung der Außenweser sei ein Thema.

Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte begrüßte die Pläne. "Dass sich mit Maersk ein Weltmarktführer so stark in Bremerhaven engagiert, ist ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit unserer Häfen", meint der SPD-Politiker. "Jetzt ist der Bund gefordert, die Außenweservertiefung weiter voranzutreiben und zügig umzusetzen."

dpa